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So bringen Sie sich selbst ins Spiel


L wie Laufen(d) und Lächeln(d) – oder: Wie Sie sich ins Spiel bringen

smalltalk, buch, small talk, netzwerken, networking, magda bleckmannHeute erhalten Sie einen Auszug aus meinem neuesten Buch – Smalltalk: Wie Introvertierte Ihre Stärken erkennen und leichter Gespräche führen. – Das Buch ist nach den Buchstaben im Alphabet aufgebaut: Heute geht es um das L wie Lächelnd – wie sie sich ins Spiel bringen. Holen Sie sich die Übungsanweisungen dazu unter: www.magdableckmann.at/sa63!
Sie lernen 5 Fragetechniken, wie Sie das Gespräch am Laufen halten und sich einfach ins Gespräch einbringen, erfahren, was die Wissenschaft zum Thema Lächeln sagt, dass es uns einiges bringt und bekommen meinen allerbesten Tipp dazu.

Lächelnde Grüße

Seilschaft Magda Bleckmann Netzwerken Network Networking Menschen Expertin Erfolg Erfolgsnetzwerke Social Media Vorstellung Karriere lächelnMeine zwei Paar Schuhe im Zusammenhang mit dem Thema »Kompetenz« habe letzte Woche in einem Blog erwähnt, worauf ich von einer Dame eine Mail bekommen habe, deren Inhalt ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Sie schrieb:
»Liebe Frau Bleckmann,
 Ihr Vergleich der beiden Arten von Kompetenz mit den Schuhen hat mich dazu inspiriert, Ihnen meine persönliche Wunderwaffe beim Smalltalk vorzustellen: meine Laufschuhe! Warum Laufschuhe? Weil ich damit jedes noch so langweilige, gezwungene Gespräch (ich bin eigentlich keine gute Smalltalkerin, sondern eher schüchtern oder, sagen wir, Fremden gegenüber reserviert) am Laufen halten kann. Mit einem Lächeln! Ich versuche einfach zu lächeln, dann vielleicht noch eine nette, freundliche Bemerkung, die zur Situation passt, und schon wird alles entspannter für mich – und die anderen in der Runde. Dabei bin ich, wie gesagt, eher introvertiert und schon gar keine Partylöwin. Das war’s, was ich Ihnen in puncto Schuhe sagen wollte… Vielleicht brauchen wir doch mehr als nur zwei Paar!
Sonnige Grüße aus Wien, R. K.«


Danke für diesen Hinweis, Frau K! Selbstverständlich ist Lächeln eines der wichtigsten Dinge in unseren sozialen Beziehungen überhaupt, und deswegen habe ich auch den Titel dieses Kapitels erweitert, und zwar von »L wie laufende Gespräche« in »L wie Laufen(d) und Lächeln(d)«. Denn was gibt es Besseres, als mit einem freundlichen, ehrlichen Lächeln in ein laufendes Gespräch einzusteigen oder ein Gespräch am Laufen zu halten. Genau um dieses Thema geht es in diesem Kapitel.

Wie kann ich mich ins Spiel bringen?

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Bleiben wir zuerst beim »Laufend«: Ich vergleiche Smalltalk oft mit einem Handwerk, für das man natürlich verschiedene Werkzeuge braucht. Um ein Gespräch überhaupt am Laufen halten zu können, muss man zuerst einmal damit beginnen. Die Werkzeuge, die man dazu verwenden kann, haben Sie ja bereits im Artikel »E wie Eisbrecher und Ein- stieg« kennengelernt. Was aber, wenn Sie sich an einem bereits laufenden Gespräch beteiligen wollen? Dabei muss Ihnen eines klar sein: Sie brauchen schon etwas Fingerspitzengefühl, also die feine Klinge, wenn Sie sich in eine Gesprächsrunde einklinken wollen. Und viele Leute haben ein großes Handicap: Sie wollen nicht stören und versäumen so den ersten Einstieg gleich am Beginn.

Je länger Sie zuhören, umso mehr stören Sie.

Aber: Je länger Sie zuhören, umso mehr stören Sie, denn die erste Unterbrechung haben Sie ja schon verursacht, indem Sie zu einem Tisch gekommen sind oder sich zu einer Gruppe dazugestellt haben. Also beteiligen Sie sich so schnell wie möglich an der laufenden Unterhaltung. Hören Sie kurz zu – maximal ein bis zwei Minuten. Warten Sie einen passenden Moment ab. Wenn Sie dann wissen, worum es geht, was gerade Thema ist, können Sie einhaken: »Verzeihen Sie, ich hörte gerade, wie Sie über den letzten Vortrag gesprochen haben, ich habe da so viele unterschiedliche Auffassungen gehört. Stimmt es wirklich, dass …?« Mischen Sie sich nur dann ins Gespräch ein, wenn Sie etwas zum Thema beitragen können.

Blog: Aller Anfang ist schwer?

Passt die Situation?

Mein Tipp: Testen Sie zuerst, ob die Situation überhaupt passt: eine freundliche Begrüßung, ein Lächeln, eine kurze Frage, ein witziger Einwurf. Ob die anderen dann darauf eingehen, ist ihre Entscheidung. Wenn die Antwort nur einsilbig ausfällt, drängen Sie besser nicht auf ein Gespräch. Dazu möchte ich Ihnen noch eine Übung ans Herz legen: Stellen Sie sich bei der nächsten Veranstaltung ganz bewusst zu einer Gruppe dazu und schalten Sie sich mit dieser oder einer anderen Frage, die Sie sich vorher überlegt haben, ein.

Wer fragt, der führt.

Wer fragt, der führt. Und wie geht es dann weiter? Gute, interessierte Frager sind angenehme Gesprächspartner. Also sollten interessierte, ehrliche Fragen unsere erste Wahl aus dem Werkzeugkoffer sein. Achten Sie darauf, immer offene Fragen, sogenannte W-Fragen, zu stellen, damit das Gespräch im Fluss bleiben kann: »Warum, weshalb …?« Oder: »Beschreiben Sie mir Ihren Eindruck über …?«, »Erzählen Sie mir mehr über …«, »Wie hat es Ihnen gefallen? Was davon am besten, was hat Sie inspiriert?«

5 Fragetechniken

1. Die Trendfrage: Greifen Sie das Thema auf und fragen Sie nach Trends: »Wie wird sich das entwickeln?«, »Wie lange wird dieser Trend anhalten? Wodurch könnte er sich verstärken, wodurch abschwächen?«

2. Behauptung aufstellen: Stellen Sie eine Behauptung auf: »Nehmen wir mal an …« Oder: »Die Statistik zeigt …«

3. Was wäre, wenn…? Noch genialer ist die Fragestellung: »Was wäre, wenn …?« Das ist ein beliebter Coachingansatz, wenn ein Klient sagt: »Das geht nicht, das kann ich nicht.« Was wäre, wenn das Problem morgen gelöst wäre, was wäre anders? Also gilt für den Smalltalk: Was wäre an- ders, wenn wir hier wirklich Spaß hätten …?

4. Stellvertretende Person: Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dann schieben Sie eine andere Person vor, sozusagen stellvertretend: »Mein Schwager sagt …«

5. Die Szenariofrage: Eine weitere Möglichkeit sind Szenario-Fragen: »Was würden Sie als Erstes machen, wenn Sie im Lotto gewinnen würden?« Oder: »Was wünschen Sie sich für das kommende Jahr?«

Eindruck Wirkung Menschen Sympathie Präsenz Faktoren Körper Netzwerken Netzwerkprofi Magda Bleckmann Haltung Tipps Tricks Blickkontakt PausenSie können sich natürlich wie immer darauf vorbereiten: Erstellen Sie einen Themenkatalog, auf den Sie zurückgreifen können. Formulieren Sie schriftlich zehn Fragen zu einem Thema Ihrer Wahl. Dann zehn Fragen zu einer Sportart und nochmals zehn Fragen zum Kochen/Essen/Trinken. Suchen Sie sich die jeweils fünf besten Fragen heraus. Hier ein paar Beispiele: »Welches Kochbuch könnten Sie mir empfehlen?«, »Wer kocht bei Ihnen zu Hause?«, »Welches italienische Restaurant könnten Sie mir empfehlen?«, »Was halten Sie von den Kochsendungen?«, »Wer ist in Ihren Augen der beste Fernsehkoch?«, »Welcher Wein wird wohl heuer gewinnen?«

Lächeln: Das kostbarste Werkzeug für Ihre sozialen Beziehungen

Zum Thema »Lächeln« fällt mir immer der bekannte Ausspruch des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan (1911–2004) ein, der meinte: „Die besten vertrauensbildenden Ouvertüren sind die, bei denen es gelingt, gemeinsam zu schmunzeln, vielleicht sogar zu lachen.“ Ganz ehrlich: Wie recht er doch hatte! Bringe einen Menschen zum Lächeln oder Lachen und du hast sein Herz gewonnen. Wer hat diese Erfahrung noch nicht gemacht?

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Was aber ist Lächeln überhaupt? Bemühen wir einmal Wikipedia: »Das Lächeln ist in der Physiologie ein Gesichtsausdruck, der durch das Spannen der mimischen Muskulatur stets in der Nähe der Mundwinkel, beim »echten« Duchenne-Lächeln auch um die Augen erzeugt wird. Beim Menschen ist das Lächeln normalerweise ein Ausdruck der Freude, des guten Willens, und dient z.B. der Aufnahme von Kommunikation

Eine Definition, die uns zwei Dinge verrät: Wenn es ein »echtes« Lächeln gibt, dann muss es auch ein »falsches« geben! Guillaume-Benjamin Amand Duchenne (1806–1875) war ein französischer Physiologe und Neurologe, der den »Muskel der Freude«, der für das echte Lächeln zuständig ist, entdeckte: Es ist die Muskelgruppe rund um das Auge! Seit damals gelten die Fältchen rund um das Auge als Zeichen für ein echtes Lächeln. Dass die neuste Forschung das eigentlich widerlegt hat, dass also der »Muskel der Freude« nicht zeigt, ob man sich tatsächlich freut, oder ob das Lächeln aufgesetzt ist, ist für uns nicht so wichtig – ein freundlicher Gesichtsausdruck erleichtert es immer, Kontakte zu knüpfen, und gilt allemal als das beste »soziale Schmiermittel«.
Mit einem Lächeln durchs Leben gehen!

Lachen stärkt das Immunsystem

Lächeln kommt aber nicht nur bei anderen gut an, nein, Lächeln macht Sie selbst auch noch gesünder! Lächeln (und natürlich auch Lachen) stärkt Ihr Immunsystem, senkt das Schmerzempfinden und erhöht die Selbstheilungskräfte. Natürlich ist es auch eine Hilfe gegen Stimmungstiefs und Depressionen. Lächeln vermindert Stress, es soll sogar gegen Kopfschmerzen helfen. Und dass Lächeln hilft, Ihre Schüchternheit zu überwinden, habe ich schon ein paarmal erwähnt. Denn was wir schon immer alle geahnt haben, ist nun auch wissenschaftlich bewiesen: Lächeln macht glücklich und verlängert sogar das Leben:

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»Ernest Abel und Michael Kruger von der Wayne State Universität in Michigan werteten in einer Studie die Auto- grammkarten von 230 Baseballspielern aus dem Jahr 1952 aus. Die einen lächelten sanft, die anderen zeigten breit grinsend ihre Zähne, wieder andere lächelten gar nicht. Nun schauten sich die Wissenschaftler die 150 Spieler genauer an, die bereits verstorben waren und verglichen ihre Lebensdauer mit dem Lächeln auf dem Foto. Verblüffend: Die Gruppe ohne Lächeln auf den Lippen hatte im Schnitt 72,9 Jahre gelebt. Die leisen Lächler hatten es auf immerhin 75 Jahre gebracht – und die breiten Grinser auf stolze 79,9 Jahre.« Interessant, oder?

Und sogar die Dauer einer Ehe soll vom Lächeln abhängig sein, frei nach dem Motto: »Sage mir, wie du auf Schulfotos schaust, und ich sage dir, ob deine Ehe hält.« Klingt etwas grotesk, funktioniert aber – wenn man einer Studie aus dem Jahr 2009 glaubt. Matthew J. Hertenstein von der DePauw University analysierte den Zusammenhang zwischen Fotos aus Kindheitstagen und der Scheidungsrate von über 700 Amerikanern. Zum einen sammelte Herten- stein Fotos aus der Schulzeit und bewertete auf einer Skala von Eins bis Zehn, wie intensiv sie auf den Bildern lächelten. Zum anderen notierte er den Beziehungsstatus der Teilnehmer. Wer geschieden war, hatte bereits als Schüler weniger gelächelt. Mehr noch: Wer schon in der Jugend besonders ernst dreinschaute, war als Erwachsener mit drei Mal höhe- rer Wahrscheinlichkeit geschieden.

»Lächeln ist ein Bumerang!«

Tipps für ein Lächeln auf den Lippen:

Ganz in diesem Sinne einen ganz lieben, lächelnden Gruß an Frau K. für ihre Idee mit den Laufschuhen!
Holen Sie die Übungsanweisungen dazu unter www.magdableckmann.at/sa63 – oder bestellen Sie gleich das Buch und erhalten das gesamte Workbook dazu.

Viel Spaß und Erfolg!


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