7 No-Go’s im Lockdown

​​​​Was passiert wenn wir nichts tun, keine Veränderungen unternehmen in ​Krisenzeiten? Wie können wir sichergehen, dass wir zuhause nicht in Stillstand geraten? 7 No-Go's für die Corona-Krise und wie Sie diese vermeiden erfahren Sie hier.

Wie können wir sichergehen, dass wir zuhause nicht in Stillstand geraten?

Heute starten wir eine neue Reihe für Ihren starken Auftritt – meinen Podcast zu Themen rund um Wirkung, Kommunikation und Networking. In den nächsten Episoden möchte ich mich – aus gegebenem Anlass – noch mehr auf digitale Kommunikation und Präsentation über online Medien konzentrieren, um Ihnen die bestmöglichen Tipps für die Zeit im Home-Office, im Lockdown oder während der Krise allgemein zu bieten.

Dabei möchte ich besonders den Fragen nachgehen: Was brauchen wir alles für die digitale Kommunikation und was ist das überhaupt? Wie können wir online unsere Wirkung steigern? Was passiert, wenn wir nichts tun, keine Veränderungen unternehmen in Zeiten wie diesen? Wie können wir uns motivieren? Wie kann unsere Stimme die Online-Stimmung beeinflussen? Und was trägt unsere Kleidung zu unserem Online-Auftritt bei? Viele spannende Fragen, also bleiben Sie dabei – jede Woche erscheint eine neue Episode 🙂

Alternativ zum Artikel können Sie sich das Video zum Thema ansehen.

Was passiert, wenn wir nichts tun?

Das Thema heute in diesem ersten Teil ist unsere Einstellung zur Situation, unsere Motivation, ins Tun zu kommen und was passiert, wenn wir nichts tun. Sie erfahren, welche 4 Krisen-Typen sich für mich über die vergangenen Monate herauskristallisiert haben und lernen die 7 schlimmsten No-Go’s im Lockdown kennen, also Fehler, die es in der Zeit zuhause, im Home-Office und in der digitalen Kommunikation unbedingt zu vermeiden gilt. Los geht’s!

4 Krisen-Typen

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Was wir in den letzten Monaten erlebt haben, Einschränkungen in dem, was wir unternehmen dürfen, mit wem wir uns wann und wo treffen können, ist nicht leicht. Was macht das mit uns?

Für mich haben sich vier Gruppen oder Typen herauskristallisiert:

Gruppe 1: Die Lethargische

Ich glaube, dass in solchen Zeiten die Gefahr sehr groß ist, zu glauben: „Wenn jetzt alles runterfahren muss, interessiert sich eh keiner für meine Leistungen, dann halte ich mich vielleicht besser etwas zurück.“ – hier gilt es, achtsam zu sein. Die einen sind geradezu in die Lethargie verfallen, ins Nichts-Tun, so quasi nach dem Motto: „Es hilft eh nix, lassen wir’s, ich halte mich zurück und schau mal, was passiert.“

Gruppe 2: Die Aggressive

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Die Zweiten verhalten sich eher aggressiv, sind aufgeregt, beschweren sich über die Maßnahmen oder verbreiten gar Verschwörungstheorien.

Gruppe 3: Die Ohnmächtige

Die dritte Gruppe fühlt sich ohnmächtig, hier sind oft Ängste vorhanden, da zurzeit ja vermehrt andere Leute für uns Entscheidungen darüber treffen, wie wir unser Leben leben sollen.

Gruppe 4: Die Aktive

Und dann gibt es die, die auf einmal sehr aktiv werden. Diese Leute überlegen sich, was jetzt gerade gebraucht wird, was hilft, und bewegen sich in diese Richtung.

Wo sehen Sie sich? In welche Verhaltensmuster fühlen Sie sich am meisten hingezogen? Was macht diese herausfordernde Zeit mit Ihnen? Schreiben Sie es mir per Mail oder in die Kommentare!

Jetzt, wo wir ja vielerorts einen zweiten Lockdown haben, bietet sich uns die Gelegenheit, uns selbst nochmal genau zu beobachten und zu überprüfen, in welche Richtungen wir tendieren.

„Ich habe selbst alle Phasen durchlebt.“

Wenn Sie mich fragen, wo ich mich selbst sehe, muss ich ehrlich sagen, wenn ich so reflektiere, habe ich, glaube ich, alle Phasen durchlaufen. Am Anfang des ersten Lockdowns hatte ich eine wirklich lethargische Phase, wo ich mir gedacht hab: „Das bringt ja jetzt alles nichts. Wozu soll ich überhaupt einen Kunden anrufen?“ – ich habe mich sehr in mich zurückgezogen, habe mich abgelenkt, wir haben ein Pool gebaut, ich bin viel an der Sonne gelegen und dachte, das sei eh das Beste, das ich tun kann.

Dann gab es immer wieder Zeiten, wo ich mich echt geärgert habe und mir dachte: „Boah, die nehmen mir jetzt echt mein Leben weg“ und einfach nur zornig auf diesen Virus war. Habe viel diskutiert, mich aufgeregt. Dann kam dieses Gefühl der Ohnmacht. Auch das hat sich bei mir eingeschlichen, weil ich mir einfach gedacht habe, ich kann nichts tun, es hat keinen Sinn, die Leute haben gerade andere Probleme – und dann fühlt man sich machtlos. Falls es Ihnen aufgefallen ist, ich habe ja auch eine Weile meine Podcasts ausgesetzt, weil ich einfach nicht so recht wusste, was ich tun soll.

Zur Aktivität zurückfinden

Aber es gab – und gibt – auch diese aktive Phase. Ich entwickelte neue Formate, habe beschlossen, mich auf digitale Kommunikation zu fokussieren, habe erarbeitet, wie man sich online wirkungsvoll präsentieren und gut auftreten kann, wie wir in virtuellen Teams effektiv zusammenarbeiten können, und habe diesen Themen auch passende Online-Formate gewidmet, die meinen Kunden nun auch auf diese Weise jederzeit zur Verfügung stehen. Dann habe ich meine Kunden angerufen und Ihnen von meinem neuen Angebot berichtet – und siehe da – es interessiert alle! Der Bedarf und der Wunsch, etwas in diese Richtung zu machen, existiert also. Aber ehrlich gesagt, ich habe dazu viele länger gebraucht wie sonst, mich dazu zu motivieren.

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Was will ich damit sagen?

Warum erzähle ich das? Einerseits, damit Sie wissen, Sie sind nicht alleine – egal wo Sie sich im Moment hingezogen fühlen. Wichtig ist, dass wir irgendwann mal eine Entscheidung treffen und sagen: „Ich stecke nicht den Kopf in den Sand, sondern ich werde aktiv und komme ins Tun.“ Es ist wie bei einem Tsunami: Wenn wir wissen, die Welle kommt, hat es nicht viel Sinn, wenn wir uns einsperren und hoffen, dass sie vorüberzieht – denn sie reißt ganz viele Häuser weg. Wir müssen uns bewegen, verändern, bereit sein, wo anders Schutz zu suchen, wo es wirklich sicher ist und andere Aktivitäten an den Tag legen. Sonst werden wir eingeholt.

Das will ich damit sagen: Aktiv sein ist ein wichtiger Punkt. Ganz bewusste Entscheidungen zu treffen: „Ja, das mach ich jetzt“. Auch wenn jetzt wieder viele im Homeoffice sind – bitte bleiben Sie dran. Sich auch zu fokussieren und vielleicht all die anderen Dinge, die jetzt gerade wenig Sinn haben, wegzulassen, dafür auf ein anderes Projekt mehr Fokus und Energie anwenden – das wäre mein Appell und meine Motivation an Sie.

Die 7 schlimmsten No-Go’s

Was sind jetzt die 7 schlimmsten No-Go’s, die wir im zweiten Lockdown an den Tag legen könnten? Bitte vermeiden Sie unbedingt folgende Fehler:

1: Kein geregelter Tagesablauf.

Wenn Sie alles Ihrer Laune überlassen oder in die ungewisse Zukunft verschieben, womöglich weil Sie sich sagen: „Der Chef sieht es jetzt eh nicht, wann ich am Computer sitze – ich mach’s wann mir danach ist.“ – dann sehen Sie sich vielleicht irgendwann nicht mehr raus aus aufgeschobenen Aufgaben oder vermissen jegliche Struktur in Ihrem Alltag.

2: Kein designierter Arbeitsplatz.

Sich bewusst einen Arbeitsplatz zu suchen, an den man sich auch hinsetzt, wenn man die normalen Arbeitszeiten hätte, kann viel bewirken. Richten Sie sich zuhause eine Büro-Ecke ein, falls Sie noch keine haben, und verwenden Sie diesen Platz ausschließlich zum Arbeiten.

3: Im Jogginganzug arbeiten.

Für gewöhnlich machen wir es uns zuhause bequem – so auch mit unserer Kleidung. Doch wenn wir uns im Pyjama an die Arbeit setzen, reflektiert sich das in unserem Mindset und überträgt sich auf die Art und Weise, wie wir arbeiten und wie wir mit Kollegen kommunizieren. Tun Sie sich den Gefallen und kleiden Sie sich Ihren Aufgaben entsprechend – Sie werden merken, dass das gefühlt einen großen Unterschied machen kann. Vor allem bei Videokonferenzen haben wir eine viel souveränere Wirkung, wenn wir angemessen gekleidet sind.

4: Keine Ziele haben.

Ein weiterer Fehler in diesem Lockdown wäre es, keine Ziele, keinen Fokus zu haben. Deshalb: Setzen Sie sich ganz bewusst Ziele, Dinge, die Sie im Laufe der Woche umsetzen wollen, oder auch, was Sie jetzt bis Jahresende noch erreichen möchten. Schreiben Sie sich diese Dinge auf, visualisieren Sie Ihre Ziele und versuchen Sie, jeden Tag etwas dafür zu machen.

5: Nichts für sich selbst tun.

Motivieren Sie sich ganz bewusst! Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, wenn wir jetzt nicht verreisen, in Thermen oder in die Weinlandschaft fahren können, uns trotzdem auch zuhause bewusst schöne Momente für uns selbst zu gestalten. Zum Beispiel mal mit den Kindern ein Brettspiel zu spielen, mit dem Partner ein schönes Abendessen zu kreieren, für sich selbst ein gutes Buch zu lesen oder irgendetwas zu tun, das Ihnen selbst gut tut und wo Sie auch positive Energie und Inspiration tanken können. Schaffen Sie sich bewusst schöne, gemeinsame Momente, um sich so auch selbst positiv zu motivieren.

6: Sozialer Rückzug.

Einer der schlimmsten Fehler ist wohl der, zu sagen: „Es hat ja keinen Sinn, ich rufe niemanden an und ich brauche mich mit niemandem zu treffen.“ – das isoliert. Machen Sie mindestens zwei soziale Kontakte am Tag! Das muss kein persönliches Treffen sein, Sie können auch virtuell zusammen einen Kaffee trinken oder einfach telefonieren, Spazierengehen ist auch (noch) erlaubt zu zweit… Gehen Sie zusammen an die frische Luft und tauschen Sie sich aus – es wird Sie mit neuer Energie und Motivation versorgen. Nehmen Sie sich zur Pflege sozialer Kontakte bewusst Zeit.

7: Beruflich für sich alleine zu bleiben.

Der abschließende – und wahrscheinlich größte – Fehler ist, beruflich alleine zu bleiben. Nur einmal im Monat mit dem Chef zu kommunizieren ist meiner Meinung nach zu wenig. Suchen Sie sich Gruppen, mit denen Sie sich austauschen können. Ich persönlich habe eine wunderbare Mastermind-Gruppe, Kollegen, die alle ähnliche Dinge machen, wir treffen uns einmal im Monat virtuell, wo es geht auch persönlich, sonst tauschen wir uns regelmäßig über verschiedene Kanäle aus, unterstützen und helfen uns gegenseitig. Das kann ich Ihnen wirklich sehr ans Herz legen, man lernt so auch neue Leute kennen.

Solchen geführten Austausch mit gegenseitiger Hilfestellung gibt es bei TAB (Jürgen Reisinger) – ich wurde da in der ersten Lockdown Runde eingeladen und bei mir hat sich daraus sogar ein neuer Kunde ergeben – vielen Dank nochmals dafür! Das inspiriert und unterstützt. Und wenn Sie keine Gruppe finden, gründen Sie eine! Suchen Sie sich drei, vier Leute, mit denen Sie gerne zusammen sind und nehmen Sie sich vor, sich einmal wöchentlich auszutauschen und Updates zu berichten. Wichtig ist, dass es nicht eine gemeinsame Jammerrunde ist, sondern eine lösungsorientierte Gemeinschaft. Wir brauchen diese sozialen Kontakte und wir brauchen Unterstützung. Gehen Sie diesen Bedürfnissen bewusst nach.

Und wie kann ich mich motivieren?

Das ist bei jedem anders. Deshalb habe ich für den nächsten Teil dieser Serie Beatrix Arlitzer zum Interview eingeladen. Sie hat erfolgreich schon die eine oder andere Sportlerin zum Sieg gecoacht, befasst sich viel mit mentalem Training und gibt uns Tipps, wie wir uns mental gut einstellen können, um positiv gestimmt durch diese Zeit zu kommen und gut mit dieser Krise umzugehen. Also wenn Sie bereit sind, mental an sich und Ihrer Einstellung zu arbeiten, dann schauen Sie nächste Woche wieder vorbei – das wird bestimmt spannend.

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg!


Hier können Sie sich eine Zusammenfassung zum Thema als PDF kostenfrei herunterladen: Zur Download-Seite.

Hier gelangen Sie zu TAB (Jürgen Reisinger).

So gründen Sie eine Mastermind-Gruppe: Artikel von karrierebibel.de

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